Fips

Buchstabenhhund Fips,
Foto: Manuela Rauschning

Texthaus: Fips, du bist schon so lange hier, dass man sich ein Texthaus ohne dich gar nicht vorstellen kann. Kannst du dich noch erinnern, wie du ins Texthaus gekommen bist?

Fips: Sie sagen, dass ich ein kleiner Hund in der Slowakei war. Daran habe ich nur noch dunkle Erinnerungen – aber keine guten, denn ich hatte dort kein Zuhause. Dann kam ich nach Nürnberg in eine Pflegestelle, und da haben Andrea und Uwe mich mit nach Hause genommen. Ich hatte am Anfang große Angst, habe mich nicht mal getraut, Leckerli von ihnen zu nehmen. Das haben sie jedenfalls immer erzählt. Aber dann fing ein ganz neues Leben für mich an.

Texthaus: Wie man hört, ist es auch ein arbeitsreiches Leben! Man nennt dich ja den Buchstabenhund. Magst du den Leuten erzählen, was ein Buchstabenhund eigentlich macht?

Fips: Ich begleite Andrea, stehe ihr immer zur Seite. Außerdem bewache ich alles.

Texthaus: Auch die Buchstaben?

Fips: Ja, gerade die. Damit habe ich einiges zu tun, denn es sind sehr, sehr viele. Und sie sind überall!

Texthaus: Das stimmt allerdings. Hast du auch Sonderaufträge?

Fips: Ja! Wenn Andrea zu mir sagt: „Fips, bitte such doch mal das große F! Es hat sich schon wieder vom Acker … äh, von meinem Schreibtisch davongemacht.“ Dann bin ich wieder gut beschäftigt. Unglaublich, wo die sich überall verstecken! Zum Glück hat sie immer ein paar in Reserve, sonst könnte sie ja nicht weitermachen.

Texthaus: Hast du eigentlich auch Lieblingsbuchstaben? Oder magst du sie alle gleich gern?

Fips (überlegt): Ich mag die großen Buchstaben lieber als die kleinen. Die sieht man oft so schlecht.

Texthaus: Das alles hört sich recht anspruchsvoll an. Ist es schwer, ein Buchstabenhund zu sein?

Fips: Ich finde es schwer, die Treppe zum ersten Stock raufzukommen.

Texthaus: Ach, Fips. Wir werden alle nicht jünger …

Fips: Und runter! Die Treppe runterkommen ist auch schwer.

Texthaus: steichelt Fips. Was magst du besonders gern, Fips?

Fips (wedelt): Gehen wir jetzt raus?

Texthaus: Das machen wir, Fips. Vielen Dank für das Gespräch!