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Lebensmittelunverträglichkeit
Produziert für: GENUSS MAGAZIN 02/2010
Fisch ist gesund und ein Apfel am Tag spart den Weg zum Arzt? Das gilt längst nicht für jeden Menschen. Für manch einen Lebensmittelallergiker kann der Genuss eigentlich gesunder Nahrungsmittel fatale Folgen haben.
Allergien gegen Mehl, gegen Fisch und Meeresfrüchte, Erdbeeren, Soja, Eier, Hasel- und Walnüsse oder gegen Erdnüsse sind am weitesten verbreitet. Nimmt etwa der Fisch-Allergiker ein Fischfilet zu sich, identifiziert der Körper den Fisch als gefährlich. Das Immunsystem schüttet als Abwehrmaßnahme Antikörper aus. Diese Antikörper heften sich an die Mastzellen und verbinden sich dort mit dem Allergen, auf das der Körper reagiert. Die Mastzellen schütten daraufhin Histamin aus. Und dieses Hormon führt dann die allergische Reaktion herbei. Gerötete und juckende Haut oder gar Nesselsucht, Durchfälle oder Asthmaanfälle und Atemnot zählen zu den Symptomen, die nicht nur beängstigend wirken, sondern je nach Schwere sogar lebensbedrohlich sein können.
Besteht ein Verdacht auf eine Allergie, sollte mit der Diagnose nicht zu lange gewartet werden. "Dabei werden zum Beispiel Hauttests wie der Pricktest durchgeführt, bei denen der Körper mit dem Allergen in Kontakt gebracht wird, um zu prüfen, ob eine Reaktion stattfindet", erklärt Heilpraktikerin Anna Velisek, "solche Tests dürfen nur unter ärztlicher Aufsicht gemacht werden, weil dabei innerhalb weniger Minuten ein gefährlicher anaphylaktischer Schock auftreten kann." Eine wichtige Grundlage dieser Untersuchung sind die Informationen, die der Patient in der Anamnese zu seinem Essverhalten und seinen Problemen gibt.
Bei vielen Allergieformen kann im Rahmen einer Hyposensibilisierung der Körper über lange Zeiträume an das Allergen gewöhnt werden, von dem man ihm kleinste Dosen zuführt. Bei Nahrungsmittelallergien wird dieser Weg allerdings nur in Ausnahmefällen beschritten. Allerdings kann es bei der Hyposensibilisierung von sogenannten Kreuzallergien dazu kommen, dass auch Nahrungsmittelallergien beeinflusst werden. Bei einer Kreuzallergie löst eine Allergie eine weitere aus. So kann zu einer Pollenallergie eine Lebensmittelallergie hinzukommen. Wird dann die Pollenallergie mit einer Hyposensibilisierung behandelt, reduziert die Behandlung unter Umständen auch die Symptome der Nahrungsmittelallergie.
Bei einer Nahrungsmittelallergie wird mit einer Suchdiät nach den Allergenen gefahndet, auf die der Körper reagiert. Nach einer allergenfreien Diätphase, wird die Kost planmäßig durch einzelne Nahrungsmittel ergänzt. Treten nach dem Genuss eines weiteren Nahrungsmittels die unerwünschten Symptome auf, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass das Allergen entdeckt wurde.
Das erste Mittel der Wahl bei Nahrungsmittelallergien ist der Verzicht auf die Lebensmittel, auf die der Körper reagiert. Das ist nicht immer einfach. Denn wer auf Milcheiweiß reagiert, der muss nicht nur um alle Milchprodukte, sondern auch um alle Produkte einen großen Bogen machen, in denen Milcheiweiß enthalten ist. Das bedeutet, dass von nun an die Zutaten jedes Lebensmittels geprüft werden müssen. Der sicherste Weg ist dann natürlich, alle Speisen selbst zuzubereiten. ...
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